gopher://carlosfranke.net/1opus/schrei-wittgenstein


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(Intersubjektive Erkenntnis in Pastell. Bühnenstück)

Ausgehend von einer bereits einstudierten Folterungsszene (aus der letzten
Tatütheata-Produktion, Sartres Tote ohne Begräbnis), experimentierten
Jasper Metzbaur, Dominique Baur und ich in diesem Projekt damit,
abstrakt-philosophischen Text, der in der unleugbaren Körperlichkeit einer
Bühnensituation allzu leicht lächerlich wirkt, gerade mit besonders
eindringlicher, ernster Körperlichkeit zu verbinden: Schmerz. Grausamkeit.
Schrei.

Die gewählten Texte, Auszüge aus Wittgensteins Philosophischen
Untersuchungen über Schmerz, Schmerzäußerung und Kenntnis der Schmerzen
Anderer, beziehen sich umgekehrt inhaltlich auf das physische Geschehen.
Hinzu ein Diktiergerät, das durch Zeitumkehr zum Diktator wird, sowie
Konfetti.

Aufgeführt am 2. Juni 2012 im im Rahmen von 97m überm Meer, „Plattform für
die Freie Szene“ in Mannheim, veranstaltet von zeitraumexit und TiG7.

    „Über einen Mangel von Sinnesreizen konnte sich die Theatergruppe um
    Carlos Franke indes kaum beklagen. Ihre ‚Intersubjektive Erkenntnis in
    Pastell‘ näherte sich Wittgenstein und der Beziehung von Worten zu
    Empfindungen mit einer denkbar anschaulichen Versuchsanordnung:
    Folternd suchten sie nach verbalen Ausdrucksformen für Schmerz – ein
    gelungenes Experiment.“ (Mannheimer Morgen, 4. Juni 2012) 

    „Die den Text illustrierenden Folterdarstellungen wirkten so
    realistisch, dass man versucht war, einzugreifen.“ (Die Rheinpfalz,
    Nr. 128, 4. Juni 2012) 

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